Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), die der Bundesregierung empfiehlt, sich am Wiederaufbau Syriens zu beteiligen. Ein Machtwechsel in Syrien sei unrealistisch, folglich solle der Westen seine Forderungen nach einer Ablösung der Assad-Regierung aufgeben. Die Vergangenheit zeigt jedoch, dass Hilfsgelder, die nach Syrien fließen, mutmaßlich dafür eingesetzt wurden, Kriegsverbrechen zu verüben. Auch scheint sich trotz der Rückeroberungen des syrischen Machthabers in Ost-Aleppo wenig getan zu haben. Weiterhin leben die Menschen dort in Armut. Bei dem SWP-Papier zeige sich das Dilemma, in dem sich westliche Regierungen bei der Syrien-Frage befinden. Weiterhin fehle eine Außenpolitik, die die Menschenrechte im Blick habe. Statt einer Unterstützung der syrischen Regierung fordern Lüttich und Dürr eine Stabilisierung der kurdischen Selbstverwaltung in Nordsyrien. Dies werde jedoch aus Angst vor dem Konflikt mit der Türkei unterlassen.